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Morgenroutinen für erfolgreiche Menschen

31.01.2020
@ADOBE_STOCK_MIND AND I

Kennst du diese Motivationsartikel über Millionäre, die immer noch Teller waschen würden, wenn sie nicht jeden Morgen um 4 Uhr 30 aufstehen und Grünkohlsaft trinken würden oder Ähnliches? Viele Legenden ranken sich um die Morgenroutinen, die angeblich der Schlüssel zum geschäftlichen Erfolg sind – doch würde nach Jahren solcher Torturen überhaupt jemand zugeben, dass grüne Smoothies knapp nach Mitternacht gar nicht sein Erfolgsrezept sind.

Von Carola Heine

Zu Morgenroutinen habe ich eine eigene Meinung, die auf Beobachtungen und Erkenntnissen basiert. Die wichtigste Lehre, die ich aus zahlreichen Gesprächen ziehen konnte: Der frühe Vogel mag zwar Würmer fangen, aber der späte Vogel trinkt Cocktails auf Dachterrassen. Wer will schon für andere entscheiden, was ihnen besser bekommt?

Niemand sollte gewaltsam gegen den eigenen Rhythmus arbeiten, nur weil es gerade in ist, nur vier Stunden zu schlafen oder das Morgengrauen in Form von Yoga bei Minustemperaturen zu erleben. Es hat zwar viele Vorteile, schon wach zu sein und ein paar Stunden zu arbeiten, bevor die Kundschaft wach ist und die Anspruchshaltung auspackt, sofort bedient werden zu müssen. In stressigen Phasen ist es auch eine wertvolle Option, um nicht in Mails und Projekten unterzugehen, wenn du dir diese zusätzlichen Stunden am frühen Morgen freischaufelst: Bei nur einer Stunde täglich sind es immerhin mindestens 20 im Monat.

Eine Morgenroutine, die dich wirklich voranbringt?

Das hilft aber alles nichts, wenn du ein Morgenmuffel bist und dein Hirn vor 10 Uhr früh einfach nicht auf Touren kommt. Wenn eine frühe Morgenroutine eher zu Frust führen würde, brauchst du eine nicht ganz so frühe, die dir Strukturen gibt. Einerseits solche, die deiner Wellness auf die Sprünge helfen, wie ein gelassener Start mit einem schönen Tee oder Kaffee und dem Frühstück deiner Wahl, damit du in stressigen Phasen nicht übergangslos an den Rechner stolperst.

Setz dir eigene Standards, die du dann auch einhältst – ob es das große Glas Wasser mit dem Lieblingsbuch in der Hand ist oder das zeremonielle Schnippeln von Obstsalat, die 15 Minuten Stretching oder der Viertelmarathon vor Sonnenaufgang: Du weißt selbst am besten, wie du dich mental in Topform bringst, und kannst daran arbeiten, dies dann auch wirklich regelmäßig zu tun. Es hilft, den Tag erfolgreich mit der Umsetzung eigener Pläne zu beginnen. Andererseits hilft auch eine organisatorische Morgenroutine.

Sauber einsteigen und gleich in den Flow kommen

Eine gute Möglichkeit, ohne Umwege in einen guten „Flow“ zu kommen, besteht darin, am Vortag mitten im Flow aufzuhören: Einen Blogpost anzufangen oder eine Projektübersicht zu beginnen und dann Feierabend zu machen, um am nächsten Morgen frisch in die bereits begonnenen Gedankengänge wieder einzusteigen und sich nicht erst mühsam in einen ganz neuen Vorgang hineindenken zu müssen. Dazu musst du das Muster ablegen „wie schön, das mache ich heute noch schnell fertig“ bzw. es zu deinen Gunsten umdrehen und am nächsten Tag für deinen Einstieg nutzen.

Wenn du das nicht magst, kannst du wenigstens die To-do-Liste für den nächsten Vormittag schon einmal festlegen und nach Dringlichkeit priorisieren. Hauptsache, du startest am nächsten Tag gleich mitten in der Action.

Diese Vorgehensweise hat noch einen Vorteil: Wenn du durch bist oder die erste größere Pause machst, lohnt sich der Blick in deinen Mail-Eingang erst wirklich, weil sich schon die ersten Kontakte geregt haben. Der Blick in den elektronischen Posteingang ist unvermeidlich, schließlich musst du die Spreu vom Weizen trennen, Spam wegsortieren und auf wichtige Nachrichten reagieren. Doch in den ersten beiden Stunden des Tages treffen weitere Nachrichten ein, die dich dann wieder aus dem Flow holen.

Wenn du es gekonnt nach hinten verschiebst, den Posteingang aufzuräumen, hast du bereits etwas geschafft (das vom Vortag absichtlich vererbte Projekt) und fängst nicht anderthalb Stunden später von vorn an, weil neue Mails eingetroffen sind. Solltest du jetzt bemerken, wie viel schneller du vorankommst, wenn du dich nicht sofort auf jede neue Mail stürzt: Auch strategische Mail-Abrufpausen von mehreren Stunden lassen sich jederzeit in deine erfolgreiche Vormittagsroutine integrieren.

Dein Rhythmus, deine Wellness und deine Arbeitserleichterung

Was dich in gute Stimmung und direkt in den Flow bringt, ist die Morgenroutine deines Erfolgs. Auch wenn dein Tag um 12 Uhr mittags beginnt. Warum es keine gute Idee ist, komplett an den Erreichbarkeitszeiten deiner Zielgruppe vorbei zu arbeiten, weißt du ja selbst. Aber so lange reichlich Schnittmengen gegeben sind, ist der Vorteil einer Existenz als selbstständige/r Unternehmer/in nun mal die Freiheit in der Zeiteinteilung.

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