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Marketing für Gründer/innen – eine schnelle Orientierungshilfe

28.01.2020
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Du brauchst einen Namen, ein Logo und eine Website mit der passenden Domain, so viel ist klar. Doch was kommt dann? Viele Existenzgründende stehen überwältigt vor einer Lawine von Entscheidungen und fragen sich, wo und wie die kostbare knappe Zeit am besten eingesetzt werden sollte. Neben all den anderen Aufgaben ist das nicht immer leicht. Wir ordnen das mal kurz für dich.

Von Carola Heine

Marketing, und das ist die gute sowie auch die schlechte Nachricht, ist niemals fertig und erlebt keinen Stillstand. Deshalb ist auch das erste, was ich dir empfehlen würde, ein Mix aus drei Methoden: Einmal ab sofort alle Aufgaben, Ideen und Inspirationen sammeln und ordnen, zum Beispiel mit einem Tool wie Evernote www.evernote.com oder Trello www.trello.com, das sich parallel per App befüllen lässt.

Wenn du gerade keine Kraft oder Nerven für noch ein neues Cloud-Werkzeug hast, richte dir entsprechende Ordner in deinem Mailprogramm ein für offene Aufgaben und nützliche Links, Ideen und To-Do’s. Dann gewöhnst du dir an, jeden Werktag damit zu starten, dass du zwanzig, dreißig Minuten oder mehr in dein Marketing steckst. Es ist egal, ob du dir Ideen für Blogposts notierst, schon mal nach Designern für dein Logo schaust oder deinen Namen auf allen Social-Media-Plattformen registrierst. Du schaust in deine Notizen (oder Mail-Ordner) und arbeitest an der Aufgabe, die dir gerade ins Auge fällt.

Und als Drittes, reservierst du in deinem Wochenkalender einen halben oder ganzen Tag, um die Aufgaben mit voller Konzentration in Angriff zu nehmen. Der Montagmorgen eignet sich so gut wie der Freitagnachmittag, realistisch betrachtet ist in der Gründungsphase aber der gesamte Samstag am besten: Das sind ungestörte Phasen.

Tipp: Virtuelle Assistenten, Designer-Marktplätze, fertige Templates und Baukasten-Tools: Was immer du untervergeben oder automatisieren oder vereinfachen kannst, solltest du dir grundsätzlich so einfach wie möglich machen.

Existenzgründermarketing heißt sichtbar und auffindbar werden, aber richtig

Du hast deine Domain schon reserviert und baust an der Website bzw. hast sie in Auftrag gegeben? Dann brauchst du neben Logo und Geschäftsausstattung:

  • Gute Inhalte für deine Themen
  • Optimierung/SEO für alles
  • Bildmaterial zur besseren Darstellung
  • Noch mehr gute Inhalte, also ein Blog
  • Einhaltung gesetzlicher Vorgaben
  • Bei einem Shop etc. auch AGB

Beginne eine umfangreiche Themensammlung inklusive Grafiken und beauftrage Profis damit, dass deine Website optimiert und damit auffindbar wird. (Selbst auch die Basics lernen!).

Mit den Inhalten kannst du dein Content Marketing und Social Media Marketing starten und dann weiter mit ergänzendem Content ausbauen.Podcasts und Videos eignen sich gut. Jetzt kommen Facebook, Twitter, LinkedIn, XING, Pinterest und Instagram, Tiktok und Co ins Spiel.

Du solltest:

  • Deinen Namen oder Firmennamen überall eintragen
  • Wo man ein Business-Profil oder eine Unternehmensseite auswählen kann, dieses wählen
  • Überall dein Logo einbauen und das Impressum ausfüllen
  • Einen Redaktionsplan beginnen und ein Startdatum festlegen

Du hast eine Liste von Netzwerken, auf denen du Marketing für dich testen willst. Jedes dieser Netzwerke hat eigene Bildformate in den Profilen und spezielle Anforderungen an die Inhalte einer Business-Site. Es wird also Zeit kosten, die Bilder zuzuschneiden und alle Felder auszufüllen. Das solltest du aber schon deshalb machen, damit dir bei deinem coolen Namen kein Ideendieb zuvorkommen kann.

Anschließend solltest du die Netzwerke, an denen du teilnehmen willst, von deiner Website aus verlinken und umgekehrt.

Social Media und Content Marketing

Pinterest ist eine Suchmaschine, XING sehr statisch, LinkedIn ändert sich aktuell täglich und Instagram erfordert stetige Interaktion. Such dir ein Netzwerk aus und bau dir eine Routine, um die Followerzahlen dort zu erhöhen und dich besser zu vernetzen. Täglich. Das geht einfach, weil jede Wartezeit und jede Kaffeepause per App zur Interaktion genutzt werden kann.

Tipp: Wenn du ein lokales Geschäft hast, ist der Eintrag in https://business.google.com für dich erfolgsentscheidend. Auch dieses Profil muss regelmäßig befüllt werden.

Dann schreib (oder lasse schreiben) die ersten 8 bis 10 Blogposts mit echtem Mehrwert.

Für diese erstellst du die richtigen Grafiken, um sie auf Pinterest zu pinnen und auf Instagram zu vermarkten und auf Facebook und Twitter korrekt anzuzeigen (Open Graph Images). Nun verteilst du zwei wöchentlich und probierst aus, ob Anzeigen mit ausgewählten Zielgruppen für dich funktionieren. 10 Euro auf Facebook, 10 auf Pinterest zum Beispiel.

Der Anfang ist gemacht, die ersten Erfahrungen spannend und ausbaufähig – und die To-Do-Liste ist um Dutzende von Ideen gewachsen? Willkommen in der Welt des Marketings.

Content-Marketing Gründung Marketing
Frau Carola Heine Marketing Expertin mehr erfahren

Carola Heine ist Autorin, Blogger, Marketing Expertin, Texterin und nicht zuletzt IT-Fachjournalistin mit über 20 Jahren Erfahrung. Als Nerd und Digital Native der ersten Stunde schreibt sie häufig für die Community der Freelancer und anderen Selbständigen oder hilft dem Mittelstand in der operativen Transformation.

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