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Facebook-Gruppen für dein Marketing einsetzen

31.03.2020
© von Adobe Stock | REDPIXEL

Es ist teuer und technisch sehr komplex, eine eigene Plattform zu betreiben, um eine Online-Community aufzubauen. Zum Glück ist das auch gar nicht nötig, denn Facebook stellt mit der Gruppenfunktion alles bereit, das du brauchst, um mit deiner Zielgruppe zu interagieren und eine eigene Marke aufzubauen. Wir zeigen dir hier, wie du eine Gruppe zu deiner Firmen-Fanpage erstellst.

Von Carola Heine

Gruppen auf Facebook sind ein separater Bereich, in dem sich Mitglieder unterhalten, Veranstaltungen planen, Fotos teilen können und vieles mehr. Das klingt nach Hobby, aber für dein Marketing ist es hoch interessant. Rund 1,4 Milliarden Nutzer sind regelmäßig in Facebook-Gruppen aktiv. Die Bandbreite ist dabei enorm: Es gibt Gruppen für nahezu jedes Themengebiet und jedes noch so spezielle Hobby, denn es sind ca. 10 Millionen Gruppen.

Gruppen wachsen ständig nach, unterstützt durch eine große Facebook-Kampagne mit ansprechenden Motiven, die auf diese Möglichkeit aufmerksam macht. Ein Grund ist, dass die in Gruppen ausgespielten Inhalte eine sehr gute Chance haben, wahrgenommen zu werden. Das gilt natürlich auch für deine, wenn du es geschickt anstellst.

Du kannst mit Mitgliedern der Gruppe entweder über deine Seite oder als du selbst interagieren, die Facebook-Gruppe kann öffentlich einsehbar oder eine geschlossene Angelegenheit sein. Das Thema der Gruppe sollte Kunden einen Mehrwert und maßgeschneiderte Inhalte passend zu deinen Produkten oder Dienstleistungen bieten.

So erstellst du deine eigene Facebook-Gruppe in 10 Schritten:

  1. Bei Facebook anmelden bzw. einloggen.
  2. Erstelle eine Fanpage für deine Firma, falls noch nicht vorhanden.
  3. Auf deiner Firmen-Fanpage auf den Seitenlink zu "Community" gehen.
  4. An den Top Fans vorbei nach unten scrollen und auf „Gruppe erstellen“ gehen.
  5. Einen passenden, ansprechenden Gruppennamen festlegen.
  6. „Privatsphäre“-Einstellung „öffentlich“, „geschlossen“ oder „geheim“ auswählen.
  7. Mindestens ein Mitglied aus der Freundesliste hinzufügen.
  8. Die Gruppe mit Beschreibung, passendem Logo oder Titelbild und weiteren Einstellungen personalisieren.
  9. Dann erst auf „Gruppe erstellen“ klicken.
  10. Schreibe einen Eröffnungsbeitrag und lege fest, wer alles hineindarf und ob die Moderation erst Antworten auf ein paar Fragen haben will.

Bevor du eine eigene Gruppe gründest, solltest du dich aber in erfolgreichen anderen Communities umsehen, wie die Stimmung ist und dich von Moderatoren inspirieren lassen. Du kannst in bis zu 6.000 Gruppen eintreten, da ist bestimmt was für dich dabei.

Besonders spannend: In Gruppen integriertes Mentoring-Programm

Der Austausch in Facebook-Gruppen wird gleich noch auf ein ganz neues Level gehoben durch die Möglichkeit, sich als Mentor anzubieten oder einen zu suchen (mehr Infos findest du hier: https://www.facebook.com/help/380533659173752).

Wenn du den „Mentorship“-Tab zu deiner Gruppe hinzufügen möchtest, musst du der Administrator der Gruppe sein und nicht nur ein Moderator. So kannst du deiner Gruppe den „Mentorship“-Tab hinzufügen oder ihn wieder daraus entfernen:

  • Klicke im News Feed im linken Menü auf Gruppen und wähle deine Gruppe aus.
  • Klicke unter dem Titelbild auf „Mehr“ und wähle Gruppeneinstellungen bearbeiten aus.
  • Scrolle nach unten zu „Bereiche“.
  • Klicke neben Mentoring auf „Hinzufügen“ oder auf „Entfernen“.
  • Scrolle nach unten und klicke dann auf Speichern.

Noch eine Funktion, die sich an- oder ausschalten lässt: Die An- und Verkaufsgruppe

Eine An- und Verkaufsgruppe funktioniert wie eine herkömmliche Gruppe, außer dass Mitglieder darin die folgenden Möglichkeiten haben: Artikel zum Verkauf inserieren, Artikel als verkauft markieren, zum Verkauf angebotene Artikel gezielt suchen.

Zahlreiche Vorteile

Für dich als »Betreiber« einer Facebook Community in Gruppenform liegen die Vorteile auf der Hand: Du musst dich nicht um Hosting, Wartung und Updates der Technik kümmern, sondern kannst die Gruppe kostenfrei nutzen. Die Suche und die anderen Funktionen von Facebook müssen von den Teilnehmenden nicht mehr erlernt werden. Du kannst eine Gruppen-Netiquette festlegen und beim Eintritt abfragen, ob die Menschen die Regeln akzeptieren. An- und Abmeldung inklusive Einladungsprozess sind durchorganisiert und der Zugriff mit dem Smartphone mühelos.

Doch nicht alles ist mühelos. Vor allem die Betreuung einer Gruppe darfst du nicht schleifen lassen. Zum Glück kannst du Mit-Moderatoren ernennen, ohne die Zügel aus der Hand zu geben. Gut laufende Gruppen sind ganz unglaublich lohnend für Marken- und Community-Aufbau, wenn diese Vorgehensweise zu deinem Angebot passt. Was nicht geschehen wird, ist der große Produktverkauf über die Gruppe, der wird sich auf Aktionen und Sonderangebote beschränken.

Ist eine Facebook-Gruppe also etwas für dich? Das kannst nur du entscheiden. Am meisten wird sie dir bringen, wenn du dich dort über Themen austauschen kannst, für die du sowieso schon brennst.

10 Fakten über Facebook-Gruppen die du noch wissen solltest:

  1. Informationen über die Zielgruppe sammeln ist angesagt: Facebook-Gruppen eignen sich außerdem hervorragend zur Marktforschung.
  2. Expertenstatus aufbauen ist einfach - du kannst durch Informationen deine Expertise beweisen und kompetent auf Fragen antworten.
  3. Mehr organische Reichweite ohne bezahlte Anzeigen ist möglich, weil Nutzer genau dort sind, wo sie das Thema schon interessiert.
  4. Über eine Gruppe auf Facebook kannst du aus einer eher abstrakten Zielgruppe eine treue Community zu deiner Marke zu machen.
  5. Es ist deine Zielgruppe, aber die Plattform gehört Facebook und dessen Regelungen und AGB bist du grundsätzlich immer unterworfen.
  6. Trolle, Spammer und andere Störenfriede wie Trittbrettfahrer tauchen unweigerlich auf, sobald deine Gruppe erfolgreich ist.
  7. Wer sich in deiner geschlossenen Gruppe tummelt, hat ein Gefühl von Exklusivität und Zugehörigkeit und ist damit ansprechbarer.
  8. Platte direkte Werbung ist out, sonst verlierst du die neuen Mitlesenden in deiner Gruppe sofort wieder. Das macht das Erwirtschaften von Umsatz nicht einfacher.
  9. Regelmäßig neue Inhalte für deine Zielgruppe sind Voraussetzung für Interaktion. Alle anderen Beiträge von Gästen musst du auf Gesetzestreue überwachen.
  10. Es kostet überdurchschnittlich viel Zeit, eine Gruppe vernünftig aufzubauen und nur mit guter Betreuung ergibt eine Gruppe auch einen Sinn.
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Frau Carola Heine Marketing Expertin mehr erfahren

Carola Heine ist Autorin, Blogger, Marketing Expertin, Texterin und nicht zuletzt IT-Fachjournalistin mit über 20 Jahren Erfahrung. Als Nerd und Digital Native der ersten Stunde schreibt sie häufig für die Community der Freelancer und anderen Selbständigen oder hilft dem Mittelstand in der operativen Transformation.

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