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10 Instagram-Powertipps vom Marketingprofi

09.03.2020
© von Adobe Stock | hotoPlus+

Verdrängung hilft nicht gegen die Erkenntnis, dass Startups und Gründende heute dringend auch auf Instagram vertreten sein sollten. Denn auf dem populären Visual Network tummelt sich inzwischen jede Zielgruppe.
Du fragst dich, wie du das Bespielen von Instagram Business auch noch schaffen sollst, obwohl du schon ausgelastet bist mit Existenzgründung? Wo doch schon das anfängliche Zurechtfinden so erschlagend aufwändig ist? Wir zeigen es dir.

Von Carola Heine

Je wichtiger es für genau dein Business ist, erfolgreich auf Instagram vertreten zu sein, desto nützlicher sind unsere Tipps. Wir zeigen dir, mit welchen Tools die Profis arbeiten und wie du Abläufe automatisieren kannst. Einen Vorgang solltest du allerdings niemals mit Hilfe von Apps und Tools erledigen: Den Aufbau von Fans und Followern. Abgesehen davon, dass du von gekauften Community-Mitgliedern nichts hast, weil sie sowieso nicht interagieren, ist das nämlich höchst gefährlich.

Stell dir vor, du steckst monatelange Arbeit in den Aufbau eines Profils und wirst wegen regelwidrigem Verhalten gesperrt. Der Account ist dann weg und es gibt nichts, was du dagegen machen kannst. Weil so viele Firme auf Lockvogelangebote hereinfallen, die es ganz normal klingen lassen, Follower zu kaufen, gehört dieser sehr wesentliche Hinweis an den Anfang unserer Instagram-Hilfestellung. Das ist die eine Herausforderung, die du einzig mit Qualität, Geduld, Interaktion und Zeit lösen kannst (und mit Budget für Werbeanzeigen und weltbesten Content).

Tolle Bilder: Woher nehmen und nicht stehlen?

Viele Startups gehen mit mutigem Trotz in die Instagram-Erfahrung und posten einfach einen »Action Shot« nach dem anderen aus dem Arbeitsalltag. Das ist auch goldrichtig so. Denn obwohl »Insta« auf den ersten Blick eine Hochglanzwelt voll makelloser Fotos zu sein scheint, ist Authentizität viel wichtiger. Außerdem ist es besser, unperfekte Fotos zu zeigen als gar keine. Denn das ist die erste Lektion, die jeder Existenzgründende bei der Marketingplanung für Instagram lernt: Gekaufte Stockfotos funktionieren nicht auf Instagram. Die synthetische Ästhetik, die auf Facebook immer noch einen Blogpost garnieren mag, verliert auf Insta sofort jede Chance. Doch der „einfach machen“-Ansatz hat noch Luft nach oben.

Wie kommst du also an coole Fotos? Wenn möglich, solltest du dir ein cooles Smartphone zulegen, dessen Kamera einen guten Teil der Arbeit macht. Vielleicht möchtest du ein iPhone11 leasen und einen der zahlreichen Online-Kurse ergänzen, z.B. Iphonephotographyschool  https://my.iphonephotographyschool.com oder ein anderes Webmodul. Wenn das gerade nicht geht oder dir nicht reicht, solltest du dir eine Anwendung wie beispielsweise Canva.com zulegen, mit der du aus normalen Fotos peppigere machen kannst: Indem du dein Logo integrierst, einen Rahmen verwendest oder immer den gleichen Filter einsetzt.

Wichtig ist, dass deine Posts ein „großes Ganzes“ ergeben, wenn man deinen Feed anguckt. Die Farbharmonie muss stimmig sein, es muss sich wie ein Gesamtpaket anfühlen. Das heißt, dein Branding sich durch jeden einzelnen Post ziehen. Wie bei Emmas Lieblingsstücke https://www.instagram.com/emmaslieblingsstuecke/ oder, ganz anderes Ende des Spektrums, bei https://www.instagram.com/beardbrand/

Deine optische, Branding-Insta-Strategie ist dann die Grundlage aller folgenden Aktivitäten. Sämtliche Tipps, die dein Leben als Instagrammer einfacher machen können, funktionieren nämlich nur mit der passenden Optik. Sie muss nicht perfekt sein. Aber man muss sehen, dass du Aufwand betreibst.

Was denn nun: Foto-Postings, Slides, Videos, IGTV, Stories, Highlights oder Live Videos?

Auf Instagram steht dir eine überwältigende Menge an Formaten bereit. Fangen wir mit den großen Brocken an: Wenn du Video-Inhalte hast, die für Youtube lang genug wären, kannst du diese auch für IGTV einsetzen. IGTV ist eine eigenständige Videoanwendung von Insta für Android- und iOS-Smartphones und ermöglicht längere Videos im Vergleich zu Videos in der normalen Timeline, die nur 60 Sekunden lang sein können. In den Stories können Videos (ohne weitere Apps fürs Tricksen) sogar nur 15 Sekunden lang sein. Es sei denn, du hast ein Live-Video aufgezeichnet, das kann wieder eine Stunde lang sein. Das sind die Video-Optionen.

  • Video Post Instagram Profile: bis 60 seconds
  • Video Post Instagram Story: bis 15 seconds
  • Live Video: bis 60 Minuten
  • IGTV Video (upload mit separater IGTV App): bis 60 Minuten

Videos sind sehr wichtig, weil sie wesentlich mehr Aufmerksamkeit erzeugen als alle anderen Posts. Welches Format du wählst, ergibt sich aus den Inhalten, die dir zur für Bewegtbild zur Verfügung stehen.

Wahrscheinlich sind es viel mehr, als du denkst: Auch ein normales Foto kannst du „wackeln“ lassen oder mit animierter Schrift versehen und damit in ein kleines Video umwandeln. Das geht sogar mit Powerpoint, mit Photoshop, mit Canva.com und mit so schicken kostenlosen Anwendungen wie https://wave.video/

Nachdem ich nun hoffentlich einige neue Ideen in deinen Kopf gesetzt habe, was deine machbaren visuellen Inhalte auf Instagram angeht, folgen die versprochenen 10 Powertipps

1.Warum es ein Insta-Business Profil sein muss

Für Reichweiten oder Interaktionen macht es keinen Unterschied, ob du dein Profil auf Business umgestellt hast: Für den Instagram Algorithmus ist ausschließlich interessant, ob Bilder gut sind und zu Interaktionen anregen. Aber Business Profile verfügen über drei Buttons zur Kontaktaufnahme: „Text“ (SMS), E-Mail und Wegbeschreibung und übernehmen die Kategorie der zugehörigen Facebook-Seite, die man nämlich verbinden kann. So kannst du parallel auf FB und Insta posten. Das Beste am Businessprofil sind aber die Statistiken. Ohne Ziele und Messwerte kein Erfolg: Also unbedingt umstellen.

2. Stapelverarbeitung als Arbeitsweise

Vergiss mal das lustvolle Zelebrieren einzelner Postings und Momentaufnahmen. Die kannst du immer noch ergänzen, wenn ein Moment oder Event sie hergibt. Was du jetzt brauchst, ist eine effiziente Herangehensweise, egal ob du Videos oder Fotos planst. Mach nicht ein Foto, mach 50. Mach nicht ein Video, mach 10. Schreib nicht eine Caption mit Hashtags, sondern gleich alle 50. Es ist viel einfacher, erst nur Fotos zu machen, dann sie nur zu beschriften. Viele Videos abzufilmen, statt immer wieder zu unterbrechen. Wenn du dir diese Arbeitsweise angewöhnst, kannst du deine Geschwindigkeit beim Vorbereiten von Posts verdoppeln oder sogar verdreifachen.

3. Posting und Story-Templates für Canva

Wenn Grafik nicht dein Schaffensschwerpunkt ist und der Werkstudent auch kein Händchen dafür hat, erfreuen dich Tools wie der Marktführer Canva.com für das herrlich unkomplizierte Zusammenpatschen von »Designs«. Jetzt geh bitte noch einen Schritt weiter. Auf vielen Branchenplattformen kannst du für zwanzig, dreißig oder siebzig Euro einen Satz Template-Vorlagen kaufen (nach „Social Media Templates Canva“ googeln), die sich dann mühelos anpassen lassen. Du kaufst die fertigen Vorlagen, bekommst einen Link in die Plattform und kannst dir alles kopieren und umfärben – schneller und bequemer wird ein professioneller Look nicht mehr.

4. Wie man Stories als Highlights länger behält

Eine hübsche Story zu erstellen macht viel Aufwand und nach 24 Stunden ist sie wieder weg. Das ist einer der Gründe, warum einige Marketingverantwortliche lieber auf Fotos setzen. Wer sich aber die Mühe macht hinzuschauen, merkt: Die feinen Stories lassen sich als „Highlights“ beliebig archivieren. Du kannst sogar Themen-Highlights zusammenführen, eine Serie konzipieren und immer weiter auffüllen. So erstellst du Highlights auf Instagram: Im Profil auf den +-Button „Neu“ klicken. Die archivierten Stories auswählen, um sie dem Highlight hinzuzufügen. Anschließend auf „Weiter“ klicken. Titel und Coverbild eingeben. Auf „Hinzufügen“ klicken, um das Highlight zu erstellen.

5. Redaktionsplanung für das ganze Jahr

Wie »Stapelverarbeitung« und professionelle Apps ist eine solide Redaktionsplanung für viele Monate im Voraus ein Grundpfeiler des Instagram-Erfolgs. Wenn du dich jetzt fragst, wieso das ein zeitsparender Powertrick sein soll, wenn du einige Tage Lebenszeit darauf verwendest, lustige Feiertage zu googeln, dann sei beruhigt: Auch so genannte Social Media Content Planner kannst du dir teils kostenlos https://bloggingfromatoz.com/social-media-content-planner/ , teils auch gegen verhältnismäßig niedrige Gebühren zulegen und hast dann erst mal aus- und vorgesorgt.

6. Social Media Dashboards fürs Planen

Der Content-Kalender ist voll und du schaust jetzt trotzdem unglücklich auf die Aufgabe, jeden Tag die Postings ins Internet zu setzen? Auch dafür gibt es prima Tools. Für das Befüllen aller Netzwerke auf einmal empfehle ich, Sendible.com und Sproutsocial.com zu testen, Hootsuite.com ist ebenfalls sehr beliebt. Geht es dir nur um Insta, solltest du dir unbedingt das kostenfreie  www.later.com anschauen. Damit kannst du nämlich den strategisch wichtigen ersten Comment zu jedem Posting gleich mit einplanen – sehr praktisch.

7. „Linked in Profile“ und Co zur Ablaufoptimierung

Bleibt noch das Problem, dass du das ganze Instagram-Geraffel ja eigentlich betreibst, um Leute auf die Angebote, sprich: Auf deine Website zu holen. Nur dass man auf Insta nicht verlinken kann und daher in jedem Post auf den Link in der Bio verweist. Musst du also jeden Tag lostrotten und diesen Link anpassen, damit er auf den passenden Blogpost zeigt? Mitnichten. Du verlinkst in der Bio auf ein Tool, das ein Spiegelbild deiner Insta-Timeline herstellt, nur diesmal mit Links.

Beispiel: https://www.instagram.com/thebigmansworld hat in seiner "Bio" verlinkt https://linkinprofile.com/thebigmansworld - dieser Service schnappt sich den inaktiven Link im Posting und aktualisiert den Feed bei  https://linkinprofile.com/

Weitere solche Dienste: https://petermurage.com/linktree-alternatives/

8. Wie du mehrere Insta-Profile verwaltest

Wenn du Instagram privat bereits nutzt, musst du nicht jedes Mal das aufwändige An- und Abmelden mit Log-in von einem Account in den anderen betreiben. Erstaunlich viele Insta-Anwender:innen wissen es gar nicht, aber du kannst bis zu 5 Accounts – Business  und privat im Mix - in einer einzigen App-Installation auf deinem Smartphone verwalten. Um die anderen Konten zu ergänzen, gehst du in die Einstellungen auf „Konto hinzufügen“, loggst dich in einen weiteren Insta-Account ein. Um zwischen den angemeldeten Accounts zu wechseln, drückst du dann einfach dein Logo-Symbol unten rechts und es öffnet sich eine Liste.

9. Instagram Live Videos als Facebook Stories mitverwenden

Nichts finden die Menschen spannender als eine Live-Übertragung. Nicht erzeugt mehr Reaktionen. Das geht auch mit Instagram, indem du auf dem Smartphone die Stories in der Instagram App öffnest und dann in der Auswahl unten zwischen „Gestalten“, „Zoom“ etc. auf LIVE gehst und einfach mal loslegst. Nicht vergessen, vorher in den Einstellungen hinter dem Zahnrädchen oben links die App so einzurichten, dass deine Live-Videos automatisch in deiner Facebook Story geteilt werden. Das steht ganz unten. Einmal ausprobiert? Prima. Dann ab jetzt mit Call-to-Action und Hinweis, wo man dich online noch findet mit deinem Angebot.

10. Interaktion gewinnt: Challenges und mehr

»Die machen da alle so eitle Selfies auf diesem Instagram und fotografieren ihren Kaffee und ihr Essen« kommt dir dieser Gedanke bekannt vor? Die Menschen machen sich tatsächlich sichtbar auf Insta und lassen dich an ihrem Leben teilhaben. Kommentieren, interagieren und am besten jeden Tag neue spannende Accounts entdecken (und verfolgen), die inhaltlich zu deinen Themen passen, das ist sehr wichtig. Um mal reinzukommen in das Networking auf Instagram empfehle ich dir, entweder einen Hashtag zu knacken, indem du dich eines Themas gründlich annimmst und damit wahrgenommen wirst – und/oder an einer Instagram Challenge teilzunehmen.

*Wenn du noch gar keinen Instagram-Account hast, installierst du dir am besten direkt die App und sicherst deinen Namen, damit niemand ihn dir fortschnappen kann. Viel Erfolg!

Vielleicht startest du auch einfach selbst eine?

Instagram Online Marketing SEA
Frau Carola Heine Marketing Expertin mehr erfahren

Carola Heine ist Autorin, Blogger, Marketing Expertin, Texterin und nicht zuletzt IT-Fachjournalistin mit über 20 Jahren Erfahrung. Als Nerd und Digital Native der ersten Stunde schreibt sie häufig für die Community der Freelancer und anderen Selbständigen oder hilft dem Mittelstand in der operativen Transformation.

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